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Die Chronik von der Gründung bis ca. 1900

Von den Anfängen unserer Schule

Über das genaue Gründungsdatum der Schule ist nichts bekannt. 
Doch läßt sich der bis 1857 stehende uralte Schulkasten darauf schließen, dass die Schule (Schulstelle) schon ziemlich lange bestanden hat. 
Bis 1857 hatte der Gutsherr von Schönböcken das Schulpatronat. 
Noch zu Anfang des vorigen Jahrhunderts bestand der Unterricht darin, dass man religiöse Stoffe lesen und lernen ließ, nach und nach wurden Schreiben und Rechnen eingeführt, doch wurde für Rechenstunden besonders bezahlt. 
Die Schüler besuchten anfänglich nur einige Wintermonate den unterricht, erst 1867 erfolgte der Schulbesuch regelmäßig auch im Sommer.

Schulklasse um 1900
Schulklasse um 1900
Um 1900: Mit Schulleiter Jürgen Schröder und seiner Frau, 
die den Handarbeitsunterricht erteilte

 

Wenig Geld

Von den Lehrern, die in den Jahren etwa 1712 bis 1867 in Schönböcken tätig waren, ist bekannt, dass sie für ihre Schultätigkeit sehr wenig Geld bekamen. 
Es waren meist Handwerker, die ihr Handwerk auch als Lehrer ausübten.

Einer verließ 1795 den Ort, weil man ihm sein vermögen gestohlen hatte, welches er hinter einem Dachsparren aufbewahrt hatte. Sein Nachfolger Christian Busekist war Zimmergeselle. 
Es folgte Joachim Stave, der in seiner freien Zeit Wolle spann und rasierte, Seine Frau und Tochter mussten das Brennholz sammeln und herbeischleppen. Dessen Nachfolger Johann Harten war Schneidergeselle und pachtete später den „Steinrader Baum“. Johannes Frahm war ein Musiker, der in seiner freien zeit zum Tanz aufspielte. Dies wurde ihm untersagt, und er musste wegen seiner großen Familie im Tagelohn arbeiten, Es folgten dann 1867 die ersten Seminaristen.